Jedes Jahr im Frühling (terminlich, das Wetter nehmen wir, wie es kommt) gilt es, die doppelten Fenster des Gerberhauses wieder zu entfernen. Diese dienen der Isolierung und sind über die kalte Jahreszeit angebracht – so wie es heute ganz normal ist Doppelverglasung zu haben, hat man sich früher noch die 2. Schicht auf dem Estrich aufbewahrt und eben angebracht und abgenommen wie es die Temperaturen vorgaben.
Der Höck gehört zu den festen Traditionen im Verein: Wir treffen uns zu Arbeit und kulinarischem Vergnügen für einen ganzen Tag beim Gerberhaus. Dort gibt es immer etwas zu tun von unserer langen Liste der Instandhaltungen und Aufbesserungen. Wir helfen dort wo wir möchten und können und lassen uns dabei anleiten von unseren handwerklich versierten und kulinarisch erfahrenen Vereins-Mitgliedern.
Ob Gross oder Klein – jede Hand ist hilfreich (auch die Fotografen!) und in diesem Jahr nutzten die Jüngeren auch noch das breite und vielschichtige Wissen der Erwachsenen, um sich den ein oder anderen Tipp für ein Schulreferat über den Aargau geben zu lassen – generationsübergreifend eben: Wir reden nicht über Vielfalt, wir leben sie einfach.
Wirklich schön ist es dann, in den vom Kachelofen eingeheizten Wohnräumen zu sitzen und eine mit viel Liebe und frischen Zutaten handgemachte Pizza aus dem alten Küchenofen zu essen – mit Most und Wein aus dem Dorf.














Was es dieses mal zu tun gab:
Eine Brandschutzwand zwischen Wohnhaus und Tenn muss her. Daher wurde die von uns angebrachte Holzverkleidung und Isolierung wieder entfernt. Harte Arbeit – die war schliesslich anständig verbaut worden in den letzten Jahren…
Das Gerüst für diese Arbeiten durften wir uns von der Firma Emmenegger Kranservice AG ausleihen, inklusive kurzer aber lustiger Anhängerfahrt für die Kids.
Damit jenes Gerüst Platz hatte, wurde zuvor jede Menge Feuerholz vom Tenn in eine der beiden Küche gestapelt.
Praktisch, so lagert es direkt beim Kachelofen zum Feuern.
An- und Abtransport von Material und Werkstoffen war dank der Leihgabe des schönen New Holland Traktors von Damian Villiger möglich.
Dank präziser Werkzeuge und sehr geduldiger, fachkundiger Anleitung wurde der Vorplatz genau vermessen, um dort möglichst bald den gepflasterten Platz mit der Pergola wieder aufzubauen, wie er auch auf den alten Bildern des Gerberhauses zu sehen ist.
Ohne Bild aber mit viel Staub, haben wir uns an diesem Tag auch noch von ein paar Dingen getrennt, die in unserem Raritäten-Lager nicht benötigt werden. Mehr dazu in zukünftigen Beiträgen…
Und so war es ein kalter, geselliger und lehrreicher Tag mit dem Erleben von Gemeinschaft, Tradition und Nachbarschaft in Oberwil-Lieli. Es ist schön zu sehen, was wir schon alles geschafft haben – darauf dürfen wir stolz sein!
Wir freuen uns auf euren Besuch an einem der nächsten Anlässe oder Arbeitstage.
